Im Oktober 2006 absolvierte ich meine Diplomprüfung zur Erlangung des akademischen Grades eines Diplom-Ingenieurs.

Im Rahmen des Diploms entstanden dabei eine Werkarbeit (ein ca. 8-minütiges Video, bestehend aus 5 Experimenten über die Wahrnehmung audiovisueller Medien), als auch ein Theorieteil (ein Aufsatz über die kontemporäre Bilderflut und dessen Auswirkungen auf unsere Wahrnehmung, sowie eine Dokumentation des Werkteils).

Aus dem Pressetext:
Aufgrund der Möglichkeiten der technischen Reproduzierbarkeit sind wir seit Jahrzehnten mit einer "Flut an Bildern" konfrontiert, die unsere Wahrnehmungsgewohnheiten zu verändern scheint. So sind wir mittlerweile nicht mehr dazu fähig, die enorme Komplexität der Bilder (auch abseits derer technischen Reproduzierbarkeit) zu erkennen, obwohl gerade diesen eine bewusste Betrachtungsweise entgegengebracht werden müsste. Es gilt daher, eine reflektierte Auseinandersetzung mit den Bilder und Zeichen unseres Alltags zu fordern, um sich konstruktiv mit der weitgehenden Transformation unserer Wahrnehmungsgewohnheiten auseinanderzusetzen. Um dies zu erreichen, will ich den Rezipienten meiner Diplomarbeit in seiner Wahrnehmung audiovisueller Medien (als Teilbereich eines erdrückend weitreichenden Themengebietes) sensibilisieren.

Ein ca. 8-minütiges Video, bestehend aus fünf eigenständigen Experimenten über die Wahrnehmung audiovisueller Medien, ist das Resultat meiner Diplomarbeit. Dieses fordert eine bewusste Auseinandersetzung damit und sensibilisiert dadurch den Betrachter in seiner Betrachtungsweise. Gerade ein Video erscheint mir dabei als zweckdienlich, um den Betrachter in seiner Wahrnehmung audiovisueller Medien zu sensibilisieren. Schließlich gilt es den Rezipienten mit ebenjenem Medium zu konfrontieren, das er reflektierter wahrnehmen soll.

Die bewusste Auseinandersetzung mit gezielten audiovisuellen Experimenten gibt ausführlichen Aufschluss über zahlreiche der Konstruktionsprozesse unserer visuellen Intelligenz. Auch wenn es nicht möglich ist, die allgemeine Wahrnehmung in ihrer Gesamtheit zu vermitteln, so kann durch eine gezielte Forderung zu einer reflektierten Betrachtungsweise der Rezipient in seiner Wahrnehmung sensibilisiert werden. Darüber hinaus ergibt sich eine Bewusstwerdung über die Automatisierung ebenjener Prozesse, die uns dazu zwingen die Bilder des Alltags unreflektiert wahrzunehmen.